5 beliebte Fehler in Active Campaign

In der Zusammenarbeit mit meinen Kunden kommt früher oder später natürlich die Frage nach dem richtigen E-Mail-Marketing Tool auf. Manche Kunden haben bereits eins, manche wünschen sich eine Beratung oder sind gänzlich unerfahren. 

Viele meiner Kunden arbeiten mit Active Campaign, daher habe ich viele unterschiedliche Eindrücke sammeln können und zeige dir heute welche Fehler einem in Active Campaign gerne mal unterlaufen (mir natürlich eingeschlossen).

#1 Die Automation ist nicht aktiv

Um dein E-Mail-Marketing effektiv betreiben zu können, wirst du früher oder später Automationen verwenden. Diese sorgen beispielsweise dafür, dass E-Mails, nachdem ein bestimmter Auslöser betätigt wurde, automatische eine E-Mail oder sogar eine E-Mail-Reihenfolge versendet wird. 

Automationen können komplex oder auch weniger komplex sein, aber egal wie gut sie ist – wenn sie nicht aktiv ist, wird sie nicht funktionieren. 

Dies bedeutet, selbst wenn der Startauslöser aktiviert wurde, wird nichts passieren. Deshalb solltest du immer darauf achten, deine Automationen in ActiveCampaign auch zu veröffentlichen. Den Status erkennst du wie folgt: 

grün = Automation aktiv
rot = Automation inaktiv

(De-)aktivierung einer Automation in der Übersicht (oben) und im Automationsbuilder (links)

Du kannst eine Automation über zwei Wege (de-)aktivieren:
Direkt im Automationsbuilder (oben rechts: aktiv l inaktiv) oder in der Automationsübersicht (hier klickst du auf den Haken neben der Automation, anschließend erscheint oben ein Feld „Auf „aktiv“ setzen“).

Learning: Wenn du die Automation final geprüft hast, solltest du sie aktivieren.

#2 Du hast die falsche Liste ausgewählt

Deine Kontakte / Abonnenten werden in einer oder mehrerer Listen verwaltet und in der Regel muss man die Liste auswählen, an den die E-Mail (beispielsweise dein Newsletter) gesendet werden soll. Nehmen wir mal an, du hast drei Listen: 

Hauptkontaktliste (hier sind alle Kontakte drin, die den Newsletter abonniert haben)
Testliste (hier sind nur 2-3 Testkontakte drin – beispielsweise deine Mitarbeiter)
Käuferliste (hier sind zusätzlich die Personen drin, die ein Produkt gekauft, aber nicht den Newsletter abonniert haben)

Nun gibt es zahlreiche Möglichkeiten:

  1. Du sendest deinen Newsletter an die Testliste, anstatt deine Abonnenten. 
  2. Du sendest deinen Newsletter an deine Käufer (die dem gar nicht zugestimmt haben)
  3. Du sendest deinen Newsletter an alle drei Listen
Alles drei Möglichkeiten sind wahrlich nicht besonders toll, denn es ist auf jeden Fall immer etwas falsch. Wenn der Newsletter nur an deine Testliste ging, kannst du – sofern es dir auffällt – den Newsletter noch an die Hauptkontaktliste senden. Hast du ihn an deine Käufer gesendet, wird es schon aufwendiger, da du mindestens noch eine Entschuldigungsmail hinterher senden solltest.

Learning: Achte darauf die richtige Liste auszuwählen und arbeite grundsätzlich mit so wenigen Listen wie nur möglich. Mehr dazu findest du auch im nächsten Punkt.

Tipps und Tricks zum E-Mail-Marketing in dein Postfach:

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#3 Das Segment trifft auf keinen Kontakt zu

Sobald deine Kontaktliste anwächst, wirst du nicht drum herumkommen Segmente zu nutzen. Vereinfacht gesagt kannst du mit Segmenten deine Kontakte nach bestimmten Kriterien filtern. So kannst du beispielsweise alle Kontakte anschreiben, die einen Link geklickt, ein Schlagwort (Tag) oder einen bestimmten Namen haben. Aber, wenn dein Segment auf keinen Kontakt zutrifft, dann wird natürlich auch keine E-Mail versendet.

Learning: Sorge dafür, dass dein Segment auch wirklich auf die Kontakte zutrifft, die du anschreiben möchtest.

#4 Deine E-Mail ist noch ein Entwurf

Dieser Fehler betrifft wieder einmal den Bereich Automationen. 

Neben Auslösern und Abhängigkeiten braucht es natürlich auch E-Mails, die versendet werden können. Hierbei musst du jedoch ganz zwingend beachten, dass keine E-Mail mehr als Entwurf markiert ist. Denn dies hätte zur Folge, dass diese nicht gesendet wird.

Der Hinweis von Active Campaign (siehe „Mail 2“) geht leicht mal unter, da er nicht farblich gesondert markiert ist, weshalb dieser Fehler recht häufig auftritt.

Learning: Ein Entwurf ist ein Entwurf, bleibt ein Entwurf und wird niemals gesendet.

#5 Du hast das Kontaktlimit erreicht

In Active Campaign gibt es vier verschiedene Preispläne (Lite, Plus, Professional, Enterprise). Je nachdem welchen Plan du wählst, werden unterschiedliche bzw. aufeinander aufbauende Funktionen freigeschaltet (in der Regel reicht der Lite-Plan jedoch aus).

Innerhalb dieser Preispläne gibt es jedoch verschiedene Preisstaffeln, in Form von Abonnenten. Sprich je mehr Abonnenten in deiner Liste sind, je höher ist die Preisstaffel. Dabei stehen folgenden Stufen zur Verfügung: 500, 1000, 2500, 5000, 10000, 25000, 50000, 75000, >100000.

Sobald du dich einem Kontaktlimit näherst (i.d.R. wenn 86 % des Limits erreicht sind), erhältst du von Active Campaign automatisch eine Benachrichtigung.  

Aber auch hier muss ich sagen, diese Alarme werden gerne mal ignoriert oder bewusst übersehen. 

Und das kann gravierende Folgen haben, denn sobald das Kontaktlimit erreicht ist, werden keine E-Mails und Kampagnen mehr versendet. Und auch Automationen werden nicht mehr zuverlässig funktionieren, bis du das Paket upgradest:

„Once you reach your contact limit, you will not be able to create or send any campaigns until you upgrade your account.“
Quelle: Active Campaign Help-Desk

Learning: Nimm das Kontaktlimit nicht auf die leichte Schulter. Wenn plötzlich keine Mails mehr versendet werden und Automationen nur noch bedingt arbeiten, kann das gravierende Einbußen für dein Business bedeuten.

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Fazit: Nun hast du einen Überblick über einige beliebte Fehler in Active Campaign, wobei diese natürlich ggf. auch auf andere Tools übertragbar sind. Oftmals sind es gar keine großen Sachen, die einem das Leben im E-Mail-Marketing schwer machen. Sofern man weiß, wie man den Fehler orten bzw. beheben kann. 

Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, schick mir gerne eine E-Mail

Die fünf beliebten Fehler in Active Campaign im Überblick: