GoogleFonts - Das Schreckgespenst đŸ‘»

Dieser Newsletter ist am 24.10.2022 erschienen.

Liebe*r Leser,

schon seit einigen Wochen geistert wieder einmal ein Abmahnschreckgespenst durch Deutschland.

Diesmal geht es um die sogenannten GoogleFonts. Dabei handelt es sich um kostenfreie Schriftarten von Google, die man auf vielen Webseiten, Plugins und Anbindungen findet. 

 

Das Problem: Die Schriftarten sind standardmĂ€ĂŸig auf dem Google Server und werden beim Aufruf der Webseite / Plugins etc. von diesem Server ausgespielt. Ein Gerichtsurteil von Januar 2022 öffnete den AbmahnanwĂ€lten TĂŒr und Tor:

In einem Urteil vom 20.01.2022 hat das LG MĂŒnchen (Aktenzeichen 3 O 17493/20) entschieden, dass eine Einbindung von Google Fonts, trotz Berufung auf ein berechtigtes Interesse, datenschutzwidrig ist. Daher sind alle Webseiten und Plugins, die Verbindungen zu fonts.gstatic.com oder fonts.googleapis.com nicht mehr rechtsgĂŒltig und können einen DSGVO-Verstoß nebst Abmahnung bedeuten.

Auch ActiveCampaign nutzt beispielsweise Google Schriftarten in den Standardformularen. Dies wiederum bedeutet, dass eine Einbindung zu einer Abmahnung fĂŒhren kann.

Verpasse keine Neuigkeiten mehr:

Durch das Absenden trĂ€gst du dich in unseren Newsletter ein. Dieser erscheint 1-2x im Monat. Von diesem kannst du dich jederzeit abmelden, indem du auf „abmelden“ am Ende einer E-Mail klickst. Weitere Informationen dazu findest du in der DatenschutzerklĂ€rung.

Im Bild sieht man, dass eine Datenverbindung zum Google Server hergestellt wird. Prinzipiell nicht weiter tragisch gÀbe es nicht dieses o.g. Urteil. 

Aktuell gibt es noch keine offizielle Lösung von ActiveCampaign, die dieses Problem löst. Wir sind hier aber bereits im GesprÀch mit ActiveCampaign.

Folgendes kannst du tun, um diese Datenverbindung zu unterbinden:

  1. Du nutzt deinen Pagebuilder und baust ĂŒber die ActiveCampaign API eine Verbindung zum Formular auf. Das geht am besten mit elementor, divi oder thrive. Eine Anleitung findest du z.B. in 50+1 Tipp fĂŒr ActiveCampaign. 

  2. Du entfernst die Verbindung zum Google Server. Es wird dann eine Fallback-Schriftart (Arial) ausgespielt. Hierzu haben wir eine Anleitung (Schritt fĂŒr Schritt PDF) erstellt. Diese kannst du hier erwerben und in unter 5 Minuten selber umsetzen. Hier geht es zur Anleitung.

UnabhĂ€ngig davon empfehlen wir dir dringend, deine Webseite auf eventuelle Verbindungen zu den Google Servern zu prĂŒfen und die Schriftarten lokal einzubinden. GrundsĂ€tzlich sollten Datenverbindungen genau geprĂŒft werden, da es vermutlich immer wieder zu solchen FĂ€llen kommen wird.

Wenn du Hilfe benötigst oder Fragen hast, melde dich gerne bei uns. Wir wĂŒnschen dir einen abmahnungsfreien Start in die Woche.

Stefan & das Team von emailconversion.de