Genervt vom ActiveCampaign Support?

Genervt vom ActiveCampaign Support?

Bye-bye Freebie? Nix da, unter neuem Namen geht es weiter.

Ein kostenloses Freebie als Anreiz, um sich für deinen Newsletter einzutragen? Davon solltest du in Zukunft absehen, zumindest in der bisherigen Form. Denn was 2021 noch gängige Praxis war, unterliegt seit dem 1.1.2022 nun strengeren Vorschriften.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, vielmehr ist sie eine Einschätzung der aktuellen gesetzlichen Regelung. Es besteht kein Anspruch auf Richtig- und Vollständigkeit. Umsetzungen erfolgen auf eigene Gefahr. Der Artikel wurde zuletzt am 27.01.2022 aktualisiert.

Warum sind „Freebies“ überhaupt so wichtig im E-Mail-Marketing?

E-Mail-Marketing funktioniert nur mit einer entsprechend gut gefüllten Kontaktliste. Das ist natürlich klar, denn eine Launch-E-Mail an 20 Kontakte wird vermutlich nicht so viel Erfolg generieren, wie an einen Verteiler von über 2000 Kontakten. Logischerweise ist es also notwendig, dass die Liste mit deinen Wunschkunden stetig anwächst.

Das schaffst du einerseits, indem du den konkreten Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen an die Eintragung in deinen Newsletter koppelst und andererseits, indem du „fremde“ Personen, die noch weit entfernt von einem Kunden sind, einen Anreiz für deren E-Mail-Adresse bietest.

Eins ist dabei allerdings ganz klar: Die eigene E-Mail-Adresse für alles und jeden herausgeben, das war einmal. Mittlerweile sind wir alle um einiges wählerischer geworden, wenn es darum geht unsere Kontaktdaten mit Unternehmern bzw. Unternehmen zu teilen. Es soll sogar Menschen geben, die legen sich eine separate E-Mail-Adresse an, nur um Newsletter zu erhalten oder bei möglichst vielen (Rabatt)-Aktionen zu profitieren.

Und weil das so ist, gelten diese Kontaktdaten seit dem 1.1.2022 nun offiziell auch als Währung – genau wie Euro, Dollar & Krypto. Da ist es auch gar nicht verwunderlich, dass das Handeln dieser personenbezogenen Daten mit der gesetzlichen Neuerung strenger überwacht wird. Das bedeutet konkret, dass das „mal eben mit einem kostenlosen Freebie Kontaktdaten erkaufen“ nicht mehr rechtens ist. 

Freebies sind demnach jetzt verboten?

Jein – das Freebie an sich absolut nicht, nur die Art und Weise, wie du dieses beschreibst und bewirbst. Es ist natürlich auch weiterhin möglich Freebies (zum Beispiel ein PDF zum Downloaden) anzubieten, aber du musst aufpassen, wie du hierzu kommunizierst.

Allgemein gilt:

Diese drei Punkte bedeuten im Umkehrschluss dann auch, dass das Freebie nicht mehr Freebie heißen sollte, da diese Wortschöpfung mit dem Aspekt „free“ bereits etwas Kostenloses suggeriert.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen, nämlich dann, wenn du dein Freebie vom Newsletter entkoppelst und den Nutzer anschließend um Erlaubnis fragst, ihm dem Newsletter zu senden. Da dies aber vermutlich nicht die Praxis sein wird, empfehle ich dir daher deine Freebies und Leadmagneten umzubauen.

Was sollte ich nun als erstes tun, um gesetzeskonforme Freebies anzubieten?

Zunächst solltest du nachsehen, auf welchen Bereichen deiner Webseite und wo auf Social Media du aktuell mit einem Freebie arbeitest. Notiere dir alle diese Stellen, damit du bei der Änderung nichts vergisst.

Dann überlegst du dir eine durchgängige neue Form der Kommunikation. Das bedeutet, dass du entscheidest, wie du die neuen Regelungen aus dem vorherigen Abschnitt in Zukunft kommunizieren möchtest. Das ist hilfreich, damit – zum Beispiel bei mehreren Freebies – deine Formulierung immer gleich ist und keine Schwachstellen entstehen. Wenn das alles steht, sind die Änderungen auf Webseite sowie Social Media blitzschnell erledigt und du kannst ohne schlechtes Gewissen neue E-Mail-Adressen sammeln.

Du weißt nicht, wie du deine Freebies in Zukunft stattdessen nennen sollst? Kein Problem, denn für meine Kunden habe ich bereits eine ganze Liste an Begriffen für die unterschiedlichsten Branchen und Zielgruppen erstellt. Trage dich unverbindlich (aber nicht kostenlos, denn ich erhalte dafür deine E-Mail-Adresse) in meinen Newsletter ein und ich schreibe dir eine Mail mit meinen Ideen.

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